Seminare und Webinare

Nehmen wir Jacke und Leine vom Haken, ist die Freude unserer Vierbeiner kaum noch zu bremsen, denn jetzt geht es gemeinsam raus in die Natur. Für Hunde hat diese aktive Zeit zusammen mit ihrem Menschen einen genau so hohen Stellenwert wie die regelmäßigen Mahlzeiten.


Ist man mit mehr als einem, zwei, gar drei, vier oder noch mehr Hunden unterwegs, steigen die Herausforderungen. Gerade in den dicht besiedelten Städten und ihren Randgebieten summieren sich die Reize: Verkehr, andere Hunde, Kinder, Jogger, Radfahrer und vieles mehr. Jeder Hund reagiert anders: der eine geht bellend nach vorn, der andere meidet oder flüchtet und der nächste verheddert sich in der Leine. Wenn dann noch ungeordnete Begegnungen mit frei laufenden Fremdhunden dazu kommen, ist das Chaos perfekt. Der eigentlich als Entspannung gedachte gemeinsame Gang mit den Hunden wird zur Anstrengung, denn je mehr Hunde man mit sich führt, desto größer wird die Dynamik.


Der Hundehalter kann diese Dynamik aber gruppenorientiert steuern, damit sich die Hunde nicht unkontrolliert verselbständigen. Regeln, Rituale und das Bild vom Raum helfen dem „Leitmenschen“, Grenzen zu setzen. Um dies allen Hunden verständlich zu kommunizieren, ist der Einsatz von Körpersprache (Gestik, Mimik, Berührung) und Stimme entscheidend. Die Leine ist dabei mehr als nur ein Hilfsmittel, sie ist die Hand zum Hund und ein wertvolles Kommunikationsinstrument. Mit vielen Fotos und Filmen erkläre ich anschaulich, wie dies gelingen kann.​

Kommt ein weiterer Hund ins Haus, müssen Status und Rollen innerhalb der Gruppe neu verteilt werden. Dafür brauchen Hunde unsere Anleitung und Hilfe. Der langjährige Einzelhund beispielsweise, ist nicht unbedingt einverstanden einen Junghund an die Seite gestellt zu bekommen. Eine gewachsene Gruppe hätte jetzt auch kein weiteres Mitglied an ihrer Seite gebraucht. Der Pubertierende wiederum ist hoch erfreut einen Welpen begrüßen zu dürfen: endlich einer der für seine „Späße“ zu haben ist.

Mehrhunde zu halten heißt nicht, dass sich automatisch eine intakte und harmonische Gruppe bildet. Je mehr Hunde man hält, desto größer wird die Dynamik. Damit sich die Gruppe nicht unkontrolliert verselbständigt, ist es wichtig sie zu formen und zu steuern. Angestrebt wird eine Gemeinschaft in der jeder Einzelne, der Schüchterne genauso wie der Draufgänger, seinen Platz findet.

Die Aufgabe des „Leitmenschen“ ist es, die Gemeinschaft (Gruppe) zu formen und eine Basis für ein harmonisches Miteinander zu schaffen. Über den Einsatz von Körpersprache (Gestik, Mimik, Stimme, Berührung) wird eine verständliche Kommunikation aufgebaut. Denn unterschiedliche Hundetypen erfordern unterschiedliche Vorgehensweisen, der Labrador beispielsweise möchte anders angesprochen werden als der Windhund und der Senior braucht einen anderen Input als der Welpe.

Hunde tun am liebsten das, wozu sie gerade Lust haben. Im Alltag führt ein zu großes Maß an Freiheit jedoch schnell zur Überforderung und damit verbunden zu unerwünschten Verhaltensweisen. In der Mehrhundehaltung potenzieren sich diese Probleme. 
Unsere Hunde wollen sich in ihrem häuslichen und natürlichen Lebensraum ausprobieren, sich erfahren und spüren. Sie sind dabei instinktiv auf der Suche nach Grenzen, also nach „Räumen“, die Ihnen Orientierung, Schutz und Sicherheit bieten. Machen wir uns bewusst, dass wir mit unseren Hunden eine Gemeinschaft bilden, in der der Mensch als verantwortlicher Gruppenleiter diese Grenzsetzung übernimmt. 

Ich zeige Ihnen in diesem Webinar, wie Sie Grenzen (bzw. Räume) erkennen, etablieren und darüber Ihre Hunde führen können. So kann sich zum Beispiel der Neider zum Gönner, der aufmüpfige Rebell zum verlässlichen Freund und der Egoist zum Teamplayer entwickeln.

Im Haus , Beim Gang an der Leine und Draussen in der Natur

Persönliche Wohlfühlbereiche des Einzelnen und der Gruppe lassen die Persönlichkeit wachsen, stärken das Vertrauen und Vertrauen schafft Freiräume.

 

Der Hund kennt alle klassischen Kommandos, kann vielleicht sogar Pfote geben und ist doch in manchen Situationen nicht mehr ansprechbar. „Wieso pöbelt er an der Leine – er ist doch schon brav an zwei Hunden vorbeigegangen?“ „Wieso kommt er nicht auf Rückruf – wir haben es doch so gut aufgebaut?“ „Wieso möchte er nicht kuscheln – stimmt unsere Beziehung nicht?“

„Warum macht mein Hund das, was er jetzt gerade tut?“ – Im Dialog sein bedeutet, sich auszutauschen und für den Standpunkt des anderen zu interessieren. Aufmerksamkeit und Bewusstsein für die Signale des Hundes vermeiden Probleme. Welche Kommunikationsmittel stehen dem Hund überhaupt zur Verfügung, um auf sich aufmerksam zu machen – wo hat er ein echtes Anliegen und wann manipuliert er seinen Menschen? Wo liegen die Aufgaben des Hundehalters, wie kann der Hund sich einbringen und helfen?

In einer verständlichen Kommunikation kommen Stimme und Körper zu Wort – beim Mensch und auch beim Hund. Je besser die Informationen des Hundes verstanden werden, desto einfacher lassen sich Lösungen finden. Je bewusster und klarer unserer Auftreten im Dialog mit dem Hund stattfindet, desto mehr Sicherheit lässt sich vermitteln. Zusammen mit dem Hund lässt sich lernen, wie man sich körperlich und stimmlich einbringen kann.

Ich zeige, was Haltungsänderungen, leise oder laute Signalsetzung, oder allein die Mimik bewirken. Die Leine ist in der Kommunikation mit dem Hund ein wichtiges Hilfsmittel und ich veranschauliche, wie sie sich dafür nutzen lässt.

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